Ernährung der Zukunft
Der Klimawandel hat zunehmend negative Auswirkungen auf die Bodenqualität, die die landwirtschaftliche Produktion von Nahrungsmitteln für die immer größer werdende Menschenpopulation vor große Herausforderungen stellt. In vielen Regionen der Welt sind die Folgen bereits spürbar. Da es unwahrscheinlich ist, dass sich die Situation auf einem globalen Niveau schnell verbessert, ist es wichtig herauszufinden, welche Nahrungsmittel auch unter Bedingungen wie Trockenheit, Starkregen oder Bodenversalzung wachsen können. Deshalb forschen wir an einem Versuch mit Teff, Kichererbsen und Linsen, die ernährungsphysiologisch wertvolle Pflanzen sind und mögliche Alternativen zu aktuell in Deutschland angebauten Feldfrüchten darstellen könnten. Zunächst werden Keimungsversuche mit den drei Arten unter verschiedenen Bedingungen durchgeführt. Alle Pflanzen keimten unter dauerfeuchten Bedingungen und bei regelmäßiger Bewässerung am besten. Eine Düngung war nicht von Vorteil und hemmte die eine Keimung sogar teilweise. Darüber hinaus werden Freilandversuche in Experimentierboxen durchgeführt und ergänzend Informationen der Bodenbedingungen in unserem Schulgarten mithilfe eines Messaufbaus von Parkli, die wir im Zusammenhang mit unserer UNESCO Geoparkschulenauszeichnung erhalten haben, erfasst. Dabei werden Bodenparameter wie Feuchtigkeit, Temperatur, Leitfähigkeit, pH-Wert und verschiedene Ionen (Stickstoff, Kalium und Phosphor) über 60 Tage täglich gemessen. Bei den Freilandversuchen stellte sich heraus, dass Teff an trockene Klimabedingungen angepasst ist, die Linse und die Kichererbse zeigten eine geringere Angepasstheit an die gegebenen Bedingungen.