Projekte und Aktionen

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Projekte und Aktionen

Auf dieser Seite erhaltet ihr einen Überblick über unsere Projekte und Aktionen.

Foto- und Spendenaktion

Die Black-Lives-Matter-Bewegung in den USA im Frühjahr 2020 ließ auch die Schülerinnen und Schüler des IKGs nicht kalt. „Wir haben uns überlegt, was wir machen können“, war die Aussage der Schülerinnen als sie von den Vorfällen und anschließenden, weltweiten Protesten hörten. Nach Rücksprache mit den verantwortlichen Lehrerinnen wurde die Idee der Schülerinnen Franziska und Sophie umgesetzt und eine Spenden- und Fotoaktion gestartet. Einige der Bilder könnt ihr hier oben in der Collage sehen. Die gesammelten Spenden gingen an die „Stiftung gegen Rassismus“. Diese plant und koordiniert die jährlichen UN-Wochen gegen Rassismus in Deutschland und entwickelt und fördert Modellprojekte zur Überwindung von Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten. Begleitet von der Spendenaktion initiierte die Arbeitsgruppe die Fotoaktion „Gesicht zeigen gegen Rassismus“ – die Collagen werden in Kürze im IKG ein Zeichen setzen und zur globalen Bekämpfung von Rassismus beitragen.

Schule ohne Rassismus- ehemaliger Rechtsradikaler berichtet aus seiner Zeit als Neonazi

Am Dienstag, den 08.10.2019, fand für die gesamte Oberstufe des IKGs sowie einen Teil der Ludwig-Uhland-Realschule eine Präventionsveranstaltung zum Thema Rechtsextremismus in der Aula statt. Im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ wurde der Autor und ehemalige Rechtsradikale Christian Weißgerber eingeladen, um von seinen Erfahrungen, den Anfängen in der rechten Szene und dem komplizierten Ausstieg zu berichten. In seinem Buch „Mein Vaterland - Warum ich ein Neonazi war“ beschreibt er in detaillierter Form genau diese Lebensphase und ihre Schattenseiten.

Nachdem der Oberbürgermeister Michael Beck sowie der ebenfalls involvierte Schulpate Christof „Stiefel“ Manz zu Beginn der Veranstaltung zwei kurze Reden gehalten hatten, betrat der Autor anschließend selbst die Bühne. Er begann damit, einige allgemeine Informationen über sich und seine Kindheit in Eisenach (Thüringen) zu erzählen, darauffolgend berichtete er anhand eigener Bilder über seinen Einstieg in den Rechtsextremismus und seine politische Radikalität, die ihn auch zum Gründen einer rechtsextremen Jugendorganisation brachte. Weißgerber machte hierbei deutlich, dass die Entwicklung zum Nazi kein zufälliger Prozess gewesen sei, sondern willentlich durch eigenes Interesse stattgefunden habe. Für ihn verläuft der Übergang zwischen diskriminierenden Witzen und rassistischer Äußerung fließend: „Das begann damit, dass wir im Schullandheim rechtsradikale Musik hörten, was wir als witzig und irgendwie cool empfanden“, so Weißgerber.

Mit dem Eintritt in die Bundeswehr wurden seine Extremvorstellungen paradoxerweise sogar noch verstärkt, als er auf einen ebenfalls faschistisch denkenden Iraker traf.

Bezogen auf die aktuelle Lage kritisierte er vor allem die unpassenden, altertümlichen Nazivorstellungen vieler Menschen. Laut Weißgerber folgen rechtsextreme Gruppierungen heutzutage häufig denselben Trends der Jugendlichen, um sie dadurch einzufangen und zu manipulieren.

Gegen Ende der Veranstaltung erzählte er schließlich über seinen schwierigen Ausstieg aus der rechten Szene und missglückte Versuche, einige seiner Freunde ebenfalls zum Austritt zu bewegen. Heute noch bereitet ihm diese Entscheidung immer wieder Probleme, da er deshalb auch schon verfolgt wurde.

Abschließend hatten die Schüler und Schülerinnen in einer Fragerunde noch einmal selbst die Möglichkeit, Fragen zu klären und mit dem Autor zu diskutieren.

Insgesamt wurde die Veranstaltung von allen Schülern und Schülerinnen mit großem Interesse verfolgt und als sehr positiv empfunden! (Marcel Conzelmann)

Juna Grossmann zu Gast bei den Tuttlinger Gymnasien

Im Rahmen eines gemeinsamen Veranstaltung der beiden Tuttlinger Gymnasien hatten die Schülerinnen und Schüler der Kursstufen 1 von IKG und OHG am 14.November 2018 die Gelegenheit, die jüdische Autorin Juna Grossmann hautnah zu erleben und mit ihr über ihre persönlichen Erfahrungen, aber auch politische Entwicklungen der letzten Monate zu diskutieren.

Ausgangspunkt für die Gespräche mit der Autorin und Bloggerin war eine Lesung aus ihrem Buch „Schonzeit vorbei“, in dem sie über offene, zunehmend lauter werdende antisemitistische Angriffe gegen ihre Person und die jüdische Gemeinde im Allgemeinen berichtet. Aufgrund dieser Erfahrung schildert Juna Rossmann ihre wachsende Angst vor einem aufkeimenden antijüdischen Hass in Deutschland. Im Anschluss an die Lesung einzelner Passagen hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Dabei ging es neben den persönlichen Erfahrungen von Frau Grossmann auch um allgemeine Fragen zum Judentum oder ihrer Sichtweise auf den Nahost-Konflikt.

Ermöglich wurde die Durchführung der Veranstaltung durch die freundliche finanzielle Unterstützung der Karl Storz SE & Co. KG sowie der Stadt Tuttlingen. (Annette Tischhauser)


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