Mikroplastik in Lebensmitteln

Veröffentlicht am 21. Januar 2026 um 09:31

Mikroplastik in Lebensmitteln - Aufnahmewege unter der Lupe 

Mikroplastik im Körper ist ein sehr wichtiges Thema, das in aktuellen Forschungsarbeiten mit der Entstehung von Krebs und vielen anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Gleichzeitig gibt es immer mehr Forschungsarbeiten, die Mikroplastik in vielen Bereichen des Lebens nachweisen. An dieser Stelle setzt die vorliegende Forschungsarbeit an, in der untersucht wird, wie Mikroplastik zum einen durch synthetische und natürliche Lebensmittel in unseren Körper gelangen kann. Es wurde entschieden, Mikroplastik in Lebensmitteln zu untersuchen, die täglich konsumiert werden, ohne dass die Verbraucher wissen, was in ihnen steckt. Zunächst wurden verschiedene Kaugummi-Sorten untersucht, indem Speichelproben entnommen und ausgewertet wurden. In allen untersuchten Proben konnte Mikroplastik gefunden werden, dabei gibt es Unterschiede in der Löslichkeit über die Zeit und der Menge der gelösten Teilchen. Anschließend wurde die Idee entwickelt, Äpfel und Honig zu untersuchen, was aufgrund methodischer Nachweisherausforderungen nicht erfolgreich war. Aufgrund dessen wurden Alternativen gesucht und verschiedene Wassersorten auf ihren Mikroplastikgehalt hin untersucht. Hierbei konnte festgestellt werden, dass Mikroplastik auch durch Trinkwasser in gewissen Mengen aufgenommen werden könnte, da in allen acht untersuchten Wassersorten, unabhängig ob es in Plastikflaschen oder Glasflaschen gelagert wird, Mikroplastik zu finden ist. Um herauszufinden, wie Mikroplastik bereits über den Anbau von Pflanzen in die Nahrungskette gelangen kann, wurden verschiedene Pflanzensorten, einmal in reinem Agar und einmal in mit Mikroplastik belastetem Agar wachsen gelassen. Anschließend wurden Wurzeln, Stängel und Blätter zu verschiedenen Wachstumszeitpunkten analysiert. Die mikroskopischen Analysen zeigen zum einen die Aufnahme von Mikroplastik in die Pflanze, zum anderen auch das Umwachsen von Mikroplastik durch pflanzliches Gewebe und eine Akkumulation über die Wachstumsdauer.